
Fjordstien - Rad- und Wander route
Steigen Sie aufs Fahrrad und entdecken Sie eine der schönsten Rad- und Wanderrouten Fjordlands – begleitet vom Klang des Fjords und der Geschichte. Erleben Sie grüne Landschaften, blaue Gewässer und eine einzigartige Fjordlandschaft, deren Geschichte bis in die letzte Eiszeit zurückreicht. Begegnen Sie Wikingern, UNESCO-Welterbe, einer verwunschenen Halbinsel, Stränden und Wäldern, idyllischen Dörfern und Herrenhäusern – und genießen Sie unterwegs köstliche Speisen aus regionalen Zutaten.
Sehen Sie das Wasser, genießen Sie den Duft und spüren Sie die Brise
Der Fjordweg (Fjordstien) führt durch einige der schönsten Naturlandschaften Dänemarks, oft direkt entlang des Wassers. Die Route verläuft von Hundested über Frederikssund und Jyllinge nach Roskilde und setzt sich bis nach Holbæk fort. Lesen Sie unten den vollständigen Artikel über die Erlebnisse entlang des Fjordwegs von Roskilde bis Selsø.
In der Region Hornsherred, zwischen dem Isefjord und dem Roskilde-Fjord, erleben Sie das besondere Licht zweier Fjorde sowie weite Ausblicke auf vogelreiche Inseln und Holme sowie nach Bognæs. Im Westen besteht die Küste aus steilen Klippen, im Osten aus flachen Strandwiesen. Viele steinzeitliche Grabhügel – besonders am Isefjord – zeugen von Siedlungen seit der Urgeschichte. Vom großen Hügel im Wildpark Ryegaard haben Sie einen berühmten Ausblick über die Buchten Bramsnæsvig und „Dejligheden“ (wörtlich: „die Lieblichkeit“).
Zu Fuß und mit dem Rad
Der Fjordweg ist insgesamt 230 Kilometer lang und besteht aus alten Wegen sowie neu angelegten Pfaden, die für Radfahrer aller Erfahrungsstufen und auch für Fußgänger geeignet sind. Auf manchen Abschnitten teilen sich Radfahrer und Fußgänger den Weg, auf anderen verlaufen sie getrennt. Die ausgeschilderte Route führt über kleine Straßen, Kieswege, Wege durch Ferienhausgebiete und stellenweise über schmale Pfade, auf denen man das Fahrrad schieben muss.
Der Fjordweg ist ein sogenannter Naturfahrradweg, was bedeutet, dass er zur Entschleunigung und zur bewussten Naturerfahrung einlädt. Oft fahren Sie so nah am Wasser entlang, dass Sie die kühle Brise des Fjords beim Radeln spüren können.
Die gesamte Route oder Tagesetappen
- Gesamte Route: 230 km
- Von Frederikssund nach Roskilde: 30 km
- Von Roskilde nach Selsø: 35 km
- Von Roskilde nach Holbæk: 47 km
Fjordstien: Die schönste Rad- und Wanderroute Fjordlands
Direkt vor dem Fahrradlenker liegen große und kleine Segelboote in Reih und Glied, und das Klappern der Taue an den Masten erzeugt eine maritime Atmosphäre. Wasser und Fjord spielen eine zentrale Rolle auf dieser Tour, die im Hafen von Roskilde beginnt.
Die Route verläuft entlang des Fjordwegs – Route 40 –, die laut dem Reiseportal Momondo durch eine der landschaftlich schönsten Gegenden Seelands führt: rund um den Isefjord, den Lammefjord, den Holbæk-Fjord und den Roskilde-Fjord. Wir setzen uns in Bewegung, und bald liegen Stadt und Hafen hinter uns.
Wikinger am Horizont
Der Kiesweg folgt dem Ufer, und der Geruch von Salzwasser liegt in der Luft. Man sollte sich nicht wundern, wenn man aus dem Augenwinkel die Silhouette eines Wikingerschiffs erhascht – denn Besucher des Wikingerschiffsmuseums in Roskilde können mit Nachbauten kleiner Wikingerschiffe auf dem Fjord rudern, begleitet von erfahrenen Museumsseglern.
Dass hier einst echte Wikingerschiffe segelten, ist historisch belegt: 1962 wurden die Überreste von fünf Wikingerschiffen aus dem Schlamm des Roskilde-Fjords geborgen. Heute sind sie im Museum ausgestellt. Beim Radeln durch die grüne Umgebung kann man leicht ins Grübeln geraten, wie diese Gegend wohl zur Wikingerzeit aussah. Der Kurs ist gesetzt – nicht in die Vergangenheit, sondern auf einen Abschnitt des Fjordwegs, der sich perfekt für einen Wochenendausflug eignet. Entlang der Küste, durch Ackerland, Wälder und Felder nach Holbæk, über die Insel Orø und rund um Hornsherred.
Nach einiger Zeit führt der Weg in den Boserup-Wald und weiter durch unterschiedliche Laubbaumarten. Zwischen den Stämmen erhascht man immer wieder einen Blick auf das Wasser.
Der Wald ist vor allem im Frühling bei Radfahrern und Wanderern beliebt, wenn der Waldboden mit Lerchensporn sowie gelben, blauen und weißen Anemonen bedeckt ist. An manchen Stellen gibt es Naturhindernisbahnen zur Förderung von Gleichgewicht und Koordination. Anderswo findet man eine Feuerstelle und einen abgeschiedenen Strand in einer kleinen Bucht. Auf der anderen Seite des Waldes geht es weiter in eine hügelige Agrarlandschaft.
Wer bereit ist für den ersten Stopp, dem sei die Bio-Brauerei Herslev Bryghus empfohlen – auch wenn die Beine noch nicht müde sind. Die Brauerei ist bekannt für ihre Spezialbiere, die in Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten entstehen. Auch Gemüse, Obst und Schinken von Freilandschweinen stammen von lokalen Lieferanten und werden als Tapas serviert – ein kulinarischer Zwischenstopp, der sich lohnt.
Ein System von Fjorden
Nach dem Halt in Herslev ist es Zeit, wieder in die Pedale zu treten – entlang der Bucht von Lejre und über Landstraßen in Richtung des südlichen Isefjords. Der Fjordweg führt nämlich nicht nur um einen einzigen Fjord, sondern um ein ganzes System von Fjorden, das sich um Inseln und Land windet und eine abwechslungsreiche Landschaft schafft. Unsere Reise geht nun weiter in Richtung Hornsherred.
Gastronomie und Naturgenuss
Feinschmecker auf dem Fjordweg sollten vielleicht ein paar zusätzliche Kilometer einplanen – überall in der Region verbergen sich kulinarische Schätze. Und das sind nicht nur die bekannten Lammefjord-Karotten oder frische Äpfel aus lokalen Plantagen.
Mit dem Fahrrad zum Barock
Von dort geht es weiter nach Süden, durch von Gletschern der Eiszeit geformte Landschaften und entlang der engsten Stellen des Roskilde-Fjords. Hier vor Tørslev versenkten Wikinger im späten 11. Jahrhundert fünf Schiffe, um die Einfahrt nach Roskilde zu blockieren, das damals eine bedeutende Handelsstadt war. Der nächste Stopp auf unserer Route führt uns erneut in die Geschichte – diesmal ein paar Jahrhunderte später.
Wir stellen die Fahrräder am Schloss Selsø ab, das technisch gesehen kein Schloss, sondern ein gut erhaltenes Herrenhaus ist, das die adelige Geschichte Fjordlands widerspiegelt. Hier können Sie original erhaltene Inneneinrichtungen aus den 1730er- bis ins 19. Jahrhundert erleben – einzigartig in Dänemark. Da das Hauptgebäude aus dem 16. Jahrhundert lange unbewohnt blieb, blieb es von Modernisierungen weitgehend verschont. So können Sie heute gut erhaltene Tapeten, Wandmalereien und Spiegel aus der Barockzeit sowie Räume im Empirestil besichtigen. Das Schloss birgt auch andere Geschichten – etwa die der Erscheinung der „weißen Dame“. Auch die Natur rund um Schloss Selsø ist sehenswert: Am Selsø-See liegt ein Vogelschutzgebiet, und das Licht an der Küste hat hier eine ganz besondere Qualität.
Sie können noch etwa anderthalb Stunden weiterfahren – durch idyllische Dörfer wie Sæby und durch offene Landschaften, in denen man sich wohltuend allein mit der Natur fühlt. Oder Sie beenden Ihre Tour hier – nach einem wunderschönen Tag auf dem Fjordweg.