1. Start – die frühe Wikingerzeit
Die Ausstellung „Sagnkongernes Lejre“ („Das Lejre der Sagenkönige“) im Museum von Lejre ist der ideale Ausgangspunkt, wenn man sich chronologisch in die Wikingerzeit begeben will. Hier erfährt man mehr über die Geschichte der frühen Wikingerzeit und den Übergang von der Eisenzeit in die Zeit der Wikinger Ende des. 7. Jahrhunderts/Anfang des 8. Jahrhunderts. In der Ausstellung geht es um die Sagenkönige, auf Dänisch die sogenannten „Skjoldunger“ („Schildjungen“), die Nachfahren des Königsgeschlechts Skjold. Nach ihnen wurde der Nationalpark im Gebiet benannt: Skjoldungernes Land – Land der Schildjungen. Dort sind einige der archäologischen Funde aus der Umgebung des Museums ausgestellt. Sie dokumentieren die Erzählung, dass Gl. Lejre eines der wichtigsten Machtzentren der Wikingerzeit war.
„Man glaubte lange, dass es sich nur um Mythen handelte. Bei Ausgrabungen in den 80ern und 90ern tauchten in Gl. Lejre im Boden jedoch Spuren von großen Wikingerhallen auf. Es sind die allergrößten Hallen, die in Skandinavien gefunden worden sind“, erzählt Sanne-Marie Ekstrøm Jakobsen, die nicht nur Magister in Geschichte und prähistorischer Archäologie ist, sondern auch Wikingerexpertin und Autorin eines Buchs über Wikingerattraktionen in Dänemark.
2. Eine Attraktion aus Steinen
In klassischen Museen werden die Kinder schnell ungeduldig – hier können die Kinder zum Abschluss des Museumsbesuchs draußen herumlaufen. Im Freien sind die Reste von mehreren alten Schiffssetzungen zu sehen, die in der Wikingerzeit als Grabstellen oder Gedenkstätten dienten. Die Schiffssetzungen bestehen aus großen, spitzen, ovalen Steinen, die in der Form eines Schiffs aufgestellt sind. Die Schiffssetzung bei Gl. Lejre zählte zu den größten in Dänemark, und im Land der Legenden, einem wichtigen Stopp auf der Wikingerroute, ist eine komplette Nachbildung aufgebaut.