Hestetorvet und die Roskilde-Krüge - Kunst am Bahnhof
Auf dem Hestetorvet am Bahnhof Roskilde auf Seeland trifft die Handelsgeschichte der Stadt auf drei monumentale Keramikkrüge von Peter Brandes. Legen Sie hier auf dem Weg ins Zentrum einen Stopp ein.


Der Hestetorvet gehört zu Roskildes alten Marktplätzen. In dänischen Handelsstädten gab es häufig mehrere Plätze für unterschiedliche Waren. Der Hestetorvet, auf Deutsch Pferdemarkt, entstand unmittelbar innerhalb der Røde Port, dem früheren östlichen Stadttor. Das vermutlich aus roten mittelalterlichen Backsteinen gebaute Tor lag im Bereich von Sortebrødrestræde, Algade und Hestetorvet.
Auf dem ursprünglich rechteckigen Platz wurden Rinder, Schweine und Pferde angeboten. Der Pferdemarkt von Roskilde gilt zusammen mit denen in Ribe und Odense als einer der ältesten Dänemarks.
Die Eisenbahn brachte neues Leben
Mit der Eröffnung des Bahnhofs 1847 wurde der Platz zu einem belebten Stadteingang für Reisende mit Zug oder Kutsche. Gäste kamen auch wegen des Bahnhofsrestaurants, in dem gelegentlich Unterhaltungskünstlerinnen aus dem Vergnügungspark Bakken auftraten. Später stärkte ein Busbahnhof die Funktion als Verkehrsknotenpunkt. Er wurde mehrfach auf Kosten des Gråbrødre-Friedhofs erweitert.
Drei große Krüge von Peter Brandes
Die drei Keramikkrüge sind ungefähr fünf Meter hoch und wiegen zusammen etwa 24 Tonnen. Für den Künstler Peter Brandes stehen sie für Leben und Tod: Gefäße können sowohl Lebensmittel als auch Asche aufnehmen.
Das örtliche Unternehmen Stryhn’s Leverpostej schenkte der Stadt das Werk anlässlich ihres tausendjährigen Jubiläums. Aufgestellt wurde es 1999. Auf den Krügen stehen die Namen von Mitarbeitenden und Beteiligten der Herstellung. Den Krug direkt am Bahnhof schmückt Henrik Nordbrandts Gedicht Junker Kristoffer.
Auf dem Platz steht außerdem der Hestebrønden des örtlichen Künstlers und Steinmetzes Karl Hansen Glem. Die Kommune Roskilde stiftete den Brunnen 1945 als Erinnerung an die frühere Bedeutung als Handelsplatz.
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